Glossar
Fachbegriffe auf Deutsch und Englisch.
- Ablauforganisationprocess organization / workflow organization
Regelung der Arbeitsabläufe – was, wer, wann, wo, womit und in welcher Reihenfolge erledigt wird.
- Anwendungssystemapplication system
IT-System, das eine Funktion unterstützt.
- Aufbauorganisationorganizational structure
Statische Struktur eines Unternehmens – Stellen, Abteilungen, Weisungsbeziehungen; dargestellt im Organigramm.
- Aufgabe (Task)task
Einzelne Tätigkeit in einem BPMN-Prozess.
- Business Process Model and Notation (BPMN)Business Process Model and Notation
Internationaler Standard der Object Management Group zur grafischen Darstellung von Geschäftsprozessen.
- Durchlaufzeitlead time / throughput time
Zeit vom Start bis zum Ende eines Vorgangs, bestehend aus Bearbeitungs-, Liege- und Transportzeiten.
Englisch: „cycle time" meint im Englischen oft etwas anderes (Zeit je Einheit bzw. Bearbeitungszyklus) – nicht gleichsetzen.
- Ereignis (EPK)event
Eingetretener Zustand, der Funktionen auslöst oder ihr Ergebnis ist; verbraucht keine Zeit und entscheidet nichts.
- Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)event-driven process chain (EPC)
Notation, die Prozesse als Wechsel von Ereignissen und Funktionen darstellt, verbunden durch Konnektoren.
- Erweiterte EPK (eEPK)extended event-driven process chain (eEPC)
EPK, ergänzt um Organisationseinheiten, Informationsobjekte und Anwendungssysteme an den Funktionen.
- Funktion (EPK)function
Tätigkeit, die Zeit braucht und einen Ausgangszustand in einen Zielzustand überführt.
- Gatewaygateway
BPMN-Element zum Verzweigen und Zusammenführen von Sequenzflüssen (exklusiv, parallel, inklusiv u. a.).
- Geschäftsprozessbusiness process
Prozess mit definiertem Auslöser und Ergebnis, das für eine interne oder externe Kundin bzw. einen Kunden einen Wert hat; läuft meist über mehrere Abteilungen.
- Grundsätze ordnungsmäßiger Modellierung (GoM)guidelines of modeling
Sechs Qualitätsgrundsätze für Modelle: Richtigkeit, Relevanz, Wirtschaftlichkeit, Klarheit, Vergleichbarkeit, systematischer Aufbau.
- Informationsobjektinformation object
Daten oder Dokument, das eine Funktion liest (Input) oder erzeugt (Output).
- Ist-Analyseas-is analysis
Auswerten und Bewerten der erhobenen Ist-Daten, um Schwachstellen und Verbesserungspotenziale zu erkennen.
- Ist-Aufnahme (Ist-Erhebung)as-is survey / data collection
Systematisches Erfassen des aktuellen Zustands eines Prozesses (Abläufe, Zeiten, Mengen, Probleme).
- Kennzahlmetric / key figure
Zahl, die einen Sachverhalt verdichtet und messbar macht (z. B. Durchlaufzeit, Fehlerquote).
- Kernprozesscore process
Prozess, der direkt Leistungen für die externen Kundinnen und Kunden erstellt und damit unmittelbar zur Wertschöpfung beiträgt.
- Key Performance Indicator (KPI)key performance indicator
Besonders wichtige Kennzahl, mit der die Erreichung eines Ziels gemessen wird.
- Konnektor (Verknüpfungsoperator)connector
Verzweigt oder vereinigt den Kontrollfluss einer EPK als UND, exklusives ODER (XOR) oder ODER.
- Lane (Bahn)lane
Unterteilung eines Pools nach Zuständigkeiten, z. B. Abteilungen oder Rollen.
- Managementprozess (Führungsprozess)management process
Prozess zur Planung, Steuerung und Überwachung des Unternehmens und seiner Prozesse (z. B. Strategie, Controlling, Qualitätsmanagement).
- Medienbruchkeine feste englische Entsprechung
Wechsel des Informationsträgers innerhalb eines Ablaufs, bei dem Daten manuell übertragen werden müssen (z. B. Papierformular → Abtippen ins System).
Englisch: Keine etablierte englische Entsprechung; umschreiben, z. B. „manual re-entry of data between media or systems".
- Modellmodel
Vereinfachtes Abbild eines Ausschnitts der Wirklichkeit, das für einen bestimmten Zweck erstellt wird.
- Multimomentaufnahmework sampling
Stichprobenverfahren, bei dem zu zufälligen Zeitpunkten notiert wird, welcher Tätigkeit oder welchem Zustand nachgegangen wird; aus den Häufigkeiten werden Zeitanteile geschätzt.
- Nachrichtenflussmessage flow
Gestrichelter Pfeil für den Austausch von Nachrichten zwischen zwei Pools.
- Notation (Modellierungssprache)notation / modeling language
Festgelegte Symbole und Regeln, mit denen Modelle dargestellt werden.
- Organisationseinheitorganizational unit
Abteilung, Stelle oder Rolle, die in einer eEPK einer Funktion zugeordnet ist.
- Poolpool
Eigenständiger Beteiligter in einem BPMN-Modell (z. B. Unternehmen, Kundin) mit eigenem Prozess.
- Prozessprocess
Folge zusammenhängender Tätigkeiten, die Eingaben (Input) nutzt, um ein beabsichtigtes Ergebnis (Output) zu erzeugen.
- Prozesslandkarteprocess map / process landscape
Grafischer Überblick über die wesentlichen Prozesse eines Unternehmens auf oberster Ebene und ihre Beziehungen.
Englisch: „process map" wird im Englischen auch für detaillierte Ablaufdiagramme benutzt.
- Prozessverantwortliche/rprocess owner
Person, die für Ergebnis, Leistung und Weiterentwicklung eines Prozesses über alle Abteilungen hinweg verantwortlich ist.
- Schnittstelleinterface / handover
Übergabestelle zwischen Stellen, Abteilungen, Organisationen oder IT-Systemen, an der Arbeit oder Informationen weitergegeben werden.
- Sequenzflusssequence flow
Pfeil, der die Reihenfolge von Elementen innerhalb eines Pools festlegt.
- Soll-Konzeptto-be concept
Beschreibung des angestrebten, verbesserten Zustands.
- Unterstützungsprozess (Supportprozess)support process
Prozess, der die Kernprozesse ermöglicht (z. B. Personal, Buchhaltung, interne IT), aber selbst keine Leistung für externe Kunden erbringt.
- Wertkette (Wertschöpfungskette nach Porter)value chain
Modell von Michael E. Porter (1985), das die Aktivitäten eines Unternehmens in primäre und unterstützende Aktivitäten gliedert, um Quellen von Wettbewerbsvorteilen zu analysieren.
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