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Prozesse analysieren und gestalten LF 11c

Glossar

Fachbegriffe auf Deutsch und Englisch.

Ablauforganisationprocess organization / workflow organization

Regelung der Arbeitsabläufe – was, wer, wann, wo, womit und in welcher Reihenfolge erledigt wird.

Anwendungssystemapplication system

IT-System, das eine Funktion unterstützt.

Aufbauorganisationorganizational structure

Statische Struktur eines Unternehmens – Stellen, Abteilungen, Weisungsbeziehungen; dargestellt im Organigramm.

Aufgabe (Task)task

Einzelne Tätigkeit in einem BPMN-Prozess.

Business Process Model and Notation (BPMN)Business Process Model and Notation

Internationaler Standard der Object Management Group zur grafischen Darstellung von Geschäftsprozessen.

Durchlaufzeitlead time / throughput time

Zeit vom Start bis zum Ende eines Vorgangs, bestehend aus Bearbeitungs-, Liege- und Transportzeiten.

Englisch: „cycle time" meint im Englischen oft etwas anderes (Zeit je Einheit bzw. Bearbeitungszyklus) – nicht gleichsetzen.

Ereignis (EPK)event

Eingetretener Zustand, der Funktionen auslöst oder ihr Ergebnis ist; verbraucht keine Zeit und entscheidet nichts.

Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)event-driven process chain (EPC)

Notation, die Prozesse als Wechsel von Ereignissen und Funktionen darstellt, verbunden durch Konnektoren.

Erweiterte EPK (eEPK)extended event-driven process chain (eEPC)

EPK, ergänzt um Organisationseinheiten, Informationsobjekte und Anwendungssysteme an den Funktionen.

Funktion (EPK)function

Tätigkeit, die Zeit braucht und einen Ausgangszustand in einen Zielzustand überführt.

Gatewaygateway

BPMN-Element zum Verzweigen und Zusammenführen von Sequenzflüssen (exklusiv, parallel, inklusiv u. a.).

Geschäftsprozessbusiness process

Prozess mit definiertem Auslöser und Ergebnis, das für eine interne oder externe Kundin bzw. einen Kunden einen Wert hat; läuft meist über mehrere Abteilungen.

Grundsätze ordnungsmäßiger Modellierung (GoM)guidelines of modeling

Sechs Qualitätsgrundsätze für Modelle: Richtigkeit, Relevanz, Wirtschaftlichkeit, Klarheit, Vergleichbarkeit, systematischer Aufbau.

Informationsobjektinformation object

Daten oder Dokument, das eine Funktion liest (Input) oder erzeugt (Output).

Ist-Analyseas-is analysis

Auswerten und Bewerten der erhobenen Ist-Daten, um Schwachstellen und Verbesserungspotenziale zu erkennen.

Ist-Aufnahme (Ist-Erhebung)as-is survey / data collection

Systematisches Erfassen des aktuellen Zustands eines Prozesses (Abläufe, Zeiten, Mengen, Probleme).

Kennzahlmetric / key figure

Zahl, die einen Sachverhalt verdichtet und messbar macht (z. B. Durchlaufzeit, Fehlerquote).

Kernprozesscore process

Prozess, der direkt Leistungen für die externen Kundinnen und Kunden erstellt und damit unmittelbar zur Wertschöpfung beiträgt.

Key Performance Indicator (KPI)key performance indicator

Besonders wichtige Kennzahl, mit der die Erreichung eines Ziels gemessen wird.

Konnektor (Verknüpfungsoperator)connector

Verzweigt oder vereinigt den Kontrollfluss einer EPK als UND, exklusives ODER (XOR) oder ODER.

Lane (Bahn)lane

Unterteilung eines Pools nach Zuständigkeiten, z. B. Abteilungen oder Rollen.

Managementprozess (Führungsprozess)management process

Prozess zur Planung, Steuerung und Überwachung des Unternehmens und seiner Prozesse (z. B. Strategie, Controlling, Qualitätsmanagement).

Medienbruchkeine feste englische Entsprechung

Wechsel des Informationsträgers innerhalb eines Ablaufs, bei dem Daten manuell übertragen werden müssen (z. B. Papierformular → Abtippen ins System).

Englisch: Keine etablierte englische Entsprechung; umschreiben, z. B. „manual re-entry of data between media or systems".

Modellmodel

Vereinfachtes Abbild eines Ausschnitts der Wirklichkeit, das für einen bestimmten Zweck erstellt wird.

Multimomentaufnahmework sampling

Stichprobenverfahren, bei dem zu zufälligen Zeitpunkten notiert wird, welcher Tätigkeit oder welchem Zustand nachgegangen wird; aus den Häufigkeiten werden Zeitanteile geschätzt.

Nachrichtenflussmessage flow

Gestrichelter Pfeil für den Austausch von Nachrichten zwischen zwei Pools.

Notation (Modellierungssprache)notation / modeling language

Festgelegte Symbole und Regeln, mit denen Modelle dargestellt werden.

Organisationseinheitorganizational unit

Abteilung, Stelle oder Rolle, die in einer eEPK einer Funktion zugeordnet ist.

Poolpool

Eigenständiger Beteiligter in einem BPMN-Modell (z. B. Unternehmen, Kundin) mit eigenem Prozess.

Prozessprocess

Folge zusammenhängender Tätigkeiten, die Eingaben (Input) nutzt, um ein beabsichtigtes Ergebnis (Output) zu erzeugen.

Prozesslandkarteprocess map / process landscape

Grafischer Überblick über die wesentlichen Prozesse eines Unternehmens auf oberster Ebene und ihre Beziehungen.

Englisch: „process map" wird im Englischen auch für detaillierte Ablaufdiagramme benutzt.

Prozessverantwortliche/rprocess owner

Person, die für Ergebnis, Leistung und Weiterentwicklung eines Prozesses über alle Abteilungen hinweg verantwortlich ist.

Schnittstelleinterface / handover

Übergabestelle zwischen Stellen, Abteilungen, Organisationen oder IT-Systemen, an der Arbeit oder Informationen weitergegeben werden.

Sequenzflusssequence flow

Pfeil, der die Reihenfolge von Elementen innerhalb eines Pools festlegt.

Soll-Konzeptto-be concept

Beschreibung des angestrebten, verbesserten Zustands.

Unterstützungsprozess (Supportprozess)support process

Prozess, der die Kernprozesse ermöglicht (z. B. Personal, Buchhaltung, interne IT), aber selbst keine Leistung für externe Kunden erbringt.

Wertkette (Wertschöpfungskette nach Porter)value chain

Modell von Michael E. Porter (1985), das die Aktivitäten eines Unternehmens in primäre und unterstützende Aktivitäten gliedert, um Quellen von Wettbewerbsvorteilen zu analysieren.